Dipl. Med. Christiane Klein & Dr. med. Alexander Winter Gemeinschaftspraxis / Fachärzte für Allgemeinmedizin
Dipl. Med. Christiane Klein&Dr. med. Alexander Winter  Gemeinschaftspraxis / Fachärzte für Allgemeinmedizin 

 

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Eine Stelle für fast alle Notfälle

Schwarzwälder Bote, 11.6.2010

 

Von Sebastian Bernklau

 

Kreis Calw. Wer im Raum Calw, Bad Liebenzell, Teinachtal und Wildberg am Wochenende oder an Feiertagen einen Arzt braucht, der muss bald nicht mehr lange suchen. Ab 3. Juli wird an diesen Tagen die Versorgung mit Notdiensten für dieses Gebiet in einer neuen Praxis am Krankenhaus Calw zentralisiert. Jahrelang hat man an dieser Lösung gefeilt, Ärzte haben dafür sogar einen eigenen Verein mit dem Namen "Ärztliche Notfallpraxis Calw" gegründet, der die Praxis betreiben soll. Die Zusage der kassenärztlichen Vereinigung ist inzwischen da. Für fünf Jahre darf der Ärzteverein die Notfallversorgung in dieser Modellregion übernehmen. Jetzt haben die Ärzte Bernd Walz aus Wildberg und Alexander Winter aus Gechingen, die zur Führungsspitze des Vereins gehören, das neue Modell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Alexander Winter aus Gechingen (links) und Bernd Walz (Wildberg) haben die neue Notfallpraxis der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Bernklau

In der eigens für diesen Zweck geschaffenen Praxis im Calwer Krankenhaus wird es ab Juli an den Wochenenden und Feiertagen einen zentralen Notdienst geben. Der wird von zwei Medizinern geleistet. Einer von ihnen wird von 7 bis 23 Uhr den so genannten "Hausdienst" leisten und die Patienten, die in die Praxis kommen, behandeln. Ab 23 Uhr übernimmt der Assistenzarzt des Krankenhauses diese Aufgabe. 24 Stunden im Dienst ist dagegen der Mediziner, der den so genannten Fahrdienst schiebt. Der ist für die Patienten zuständig, die zu Hause besucht werden müssen. Wenn dieser Fahrdienst nicht benötigt wird, hilft dieser Arzt in der Notfallpraxis aus. Bisher ist es so, dass diese beiden Aufgaben ein Arzt allein von seiner Praxis aus abdeckt. Zu erreichen wird die neue Praxis unter einer zentralen Telefonnummer sein, die ständig mit einer Arzthelferin besetzt sein soll.

Dem Verein gehören inzwischen 55 Ärzte aus den Bereichen Calw, Bad Liebenzell, Wildberg, Neubulach, Neuweiler und Bad Teinach an. Doch es sind nicht nur diese 55 Mediziner, die sich am Dienst beteiligen müssen. Alle 80 Ärzte aus diesem Bereich müssen diesen Dienst verrichten, macht Bernd Walz, der Vorsitzende des ärztlichen Trägervereins, deutlich. Das gelte auch für Privatärzte. Von der Regelung ausgenommen sind dagegen die Ärztegruppen, die einen eigenen Notdienst anbieten, wie etwa Kinder-, Augen- und HNO-Ärzte, sowie die Gynäkologen.

Der Verein plant, den Dienst so zu besetzen, dass stets ein Allgemeinmediziner zusammen mit einem Facharzt Dienst schiebt. Ganz egal, mit welchem Malheur die Patienten in die Praxis kommen: "Alle werden angenommen, untersucht und therapiert", so Walz. Und wenn die fachlichen Fähigkeiten der beiden Ärzte nicht ausreichen, gebe es im Hintergrund das Krankenhaus mit seinen Experten, so Walz. Daran liege ja der Charme und der Vorteil der Lösung, eine solche Praxis direkt am Klinikum einzurichten. Selbst für die sehr spezialisierten Ärzte, wie etwa Radiologen, die Dienst machen müssten, ist eine Lösung in Sicht. Der Verein will einen Ärztepool mit Medizinern bilden, die bereit sind, die Dienste solcher Spezialisten zu übernehmen.

Die Vorteile, die diese neue ärztliche Notfallpraxis bringt, liegen für Winter und Walz auf der Hand. Nicht nur dass die Menschen nur eine zentrale und bekannte Anlaufstelle haben, die ihre Beschwerden behandeln kann, auch für die Ärzteschaft selbst hat das Modell seine Vorzüge. Denn nach derzeitigem Stand der Dinge reduziert die Praxis die pro Jahr und Arzt zu leistenden Notdienste auf drei. Das ist für die meisten Ärzte eine "deutliche Entlastung" (Walz) gegenüber der derzeit noch praktizierten Regelung. Selbst das Krankenhaus profitiert laut Winter davon. Denn die Praxis würde die Klinik von der Kundschaft entlasten, die überhaupt keine Behandlung im Krankenhaus nötig habe.

Vorerst wird das Modell nur an Wochenenden und Feiertagen in dem genannten Bereich eingeführt. Eine Ausdehnung auf alle anderen Tage ist in Arbeit. Im südlichen Bereich, etwa in und um Nagold, seien die Ärzte noch zurückhaltend. Man wolle dort abwarten, wie sich die Sache bewähre.

Für die spezielle Situation im Enztal und besonders in Bad Herrenalb, so Walz, müsse man allerdings erst noch eine Lösung finden und ausarbeiten.

Der Verein "Ärztliche Notfallpraxis Calw" hat derzeit 55 Mitglieder. Zum Vorstand gehören der Chef Bernd Walz (Wildberg), Alexander Winter (Gechingen), Adrian Hettwer (Calw), Heike Buschmann-Caspari (Wildberg-Gültlingen) und Ekkehard Müller aus Bad Liebenzell. Die Dienstpläne wird Eberhard Bauer aus Calw erstellen.

Die Notfallpraxis hat ihren Sitz im ersten Stock des Calwer Krankenhauses. Dort stehen den Ärzten drei Behandlungsräume, ein Empfang, ein Aufenthaltsraum und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung.

Erschienen am 11.06.2010 in den Kreisnachrichten Calw /Schwarzwälder Bote,

Internet-Quelle: http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.eine-stelle-fuer-fast-alle-notfaelle.26bedbbc-889d-4418-98f3-c4f89899b677.html

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